Cayambora Canyon, Nationalpark São Joaquim
Ein perfekter Wurf: Rodeo in Urubici
Viehtrieb im Hochland
Waldlandschaft mit Araukarien und Regenbogen
Das atemberaubende Bergpanorama des subtropischen Hochlandes, im brasilianischen Bundesland Santa Catarina, bildet die landschaftliche Kulisse für einen Reitertrail, der gleichzeitig ein ungewöhnliches Naturerlebnis wie auch eine unvergessliche Erfahrung im Umgang mit den extrem ausdauernden und auch in schwierigem Gelände trittsicheren Crioulos (span. Criollos) bietet. Die Bevölkerung ist überaus gastfreundlich, allzeit hilfsbereit und feiert die Feste wie sie fallen. Auf den vielen Volksfesten, fehlt weder eine typische brasilianische Vaquejada (Rodeo) noch die hinreißenden Rhythmen der Fandango Musik mit Xote, Rancheira, Vanerão, Chamamê uvm., wozu in farbenprächtigen Trachten getanzt wird. Hier bekommt der Besucher Einblicke in die Kultur einer Region, die seit Jahrhunderten unverändert von Viehzucht und Landwirtschaft lebt und wo Tradition und Brauchtum eine wesentliche Rolle in der Gemeinschaft spielen. Diese Aspekte zusammengefasst und die Freiheit nach Herzenslust zu reiten, ergeben die Essenz unseres São Joaquim Adventure Trail.
Die Region ist von einem National- und zwei Staatsparks umgeben. Die wellige Graslandschaft mit weiten Hochebenen ist durchzogen von kristallklaren Bächen und Flüssen. Dazwischen schroffe Canyons, endemische Araukarienwäldern, rauschende Wasserfällen und der Artenreichtum des atlantischen Bergregenwaldes. Die Vogelwelt beherbergt exotische Exemplare, farbenprächtige Tangare und Trogone, die großen Siriema-Vögel, die Corucacas sehen aus wie eine Mischung zwischen Geier und Rebhuhn. Ihr heiserer Ruf verheißt Regen. Die schillernden Azurblauraben, wie die seltenen und ebenso artengeschützten Prachtamazonen, ernähren sich von den Samen der Araukarienzapfen und tragen somit zu deren Wiederaufforstung bei. Die Hochweiden sind Habitat der Pumas (Berglöwen).
Fotopause am Funil Wasserfall
Eine typische Familienfarm in den Bergen des São Joaquim Nationalparks
Geritten wird auf Höhen zwischen 1000-1800 m NN. Für den Reiter immer erfreulich ist, dass, auf Grund der unterschiedlichen Geländebeschaffenheit, alle Gangarten geritten werden können. Die Reitweise ist westernähnlich. Australischer Sattel mit 3 facher Lammfellunterlage, landesübliche Zäumung, auf Kandare. Das Trailgepäck wird auf Maultieren transportiert. Der Trail wird geführt von einem persönlichen Freund, Elvio (Zorro) de Souza, einem offenen, sympathischen Rancher und Farmer. Nebenbei ein hervorragender Reiter und Pferdekenner der, als Einheimischer, die Region wie seine Westentasche kennt. Ein deutschsprechender Begleiter sorgt für Organisation und eliminiert Sprachprobleme.
Übernachtet wird auf rustikalen bewohnten und unbewohnten Bergfarmen. Die Verpflegung: Mittags normalerweise ein Satteltaschen Picnic (Belegtes Sandwich und Früchte) dazu Kaffee oder Tee aus der Polaca und abends enorme Portionen Churrascos, Bohnen, Reis, Kartoffel, Gemüse, Salate. Andere einheimische Spezialitäten wie Passoca, ein Eintopf aus gemahlenen Araukarienkernen mit Hackfleisch, und Matetee aus dem Chimarrão (Kalabasse mit perfuriertem Silberlöffel) gehören zur Standardverpflegung der Gaúchos der Serra.
▲ zum Seitenanfang
Ausgangspunkt für den Trail ist das Bergdorf Urubici, das über den Flughafen der Insel-Hauptstadt Florianópolis (FNL) nach einem zweieinhalb-stündigem Transfer durch herrliche Berglandschaft erreicht wird.
Die beste Jahreszeit für den Trail sind die Monate Oktober-April. Sommerliche bis hochsommerliche Temperaturen (28-32°). Tagsüber leichte, nachts warme Kleidung, Pferd und Reiter schützende Regencapes (können geliehen werden) und Gummireitstiefel, Jodhpurs oder Camarguestiefel, evtl. Chaps oder Mini Chaps. Wichtig: Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor, Mückenschutzmittel, Kopfbedeckung.