Tag 1
Ankunft am Flughafen Campo Grande (CGR) mit anschließendem Transfer per Pkw nach Aquidauana. Von hier aus Weiterflug mit dem Privatflugzeug in die tiefe Wildnis des Pantanal. Ein cirka 30-minütiger Panoramaflug mit spektakulärer Weitsicht und ersten Eindrücken der heimischen Tierwelt, denn der Pilot fliegt in geringer Höhe. Das Ziel ist die Fazenda Pouso Alto, wo uns Fernando Barros, einer der Söhne des Besitzers, herzlich begrüßt. Er weist uns auch die Zimmer im Gästehaus der Fazenda zu.
Die lange Anreise verlangt nach Erfrischung oder Entspannung. Beides kann geboten werden, nämlich Hängematte, ein Zimmer mit Klimaanlage und ein eiskalter Caipirinha. Inzwischen ist auch das Mittagessen fertig, eine sehr schmackhafte regionale Kost, von der Köchin Ana in gewohnter Weise herzhaft zubereitet. Nach einer kleinen Siesta beginnt am Nachmittag bereits das Reitprogramm, mit einem etwa 2-3-stündigen Erkundungsritt in die nähere Umgebung der Fazenda Pouso Alto. Jetzt können auch die Pferde für die nächsten Tage ausgewählt werden. Es ist für alle etwas da, für den anspruchsvollen und erfahrenen Reiter, aber auch für den Anfänger. Im Übrigen werden die Tiere während des Trails mehrere Male gewechselt. Zurück auf der Pouso Alto ist inzwischen auch das Abendbrot fertig. Spätestens jetzt dürfte sich Müdigkeit und jet-lag bemerkbar machen, so, dass sich alle wohl gerne in Richtung Bett begeben. Heute werden rund drei Stunden Im Sattel verbracht.
Tag 2
Wie auch in den folgenden Tagen, beginnt auch dieser mit einem reichhaltigen farmers breakfast, nach Landesart. Inzwischen sind die Pferde gesattelt und es geht zusammen mit den Cowboys, die hier Peões genannt werden, hinaus in die Weiten der Savanne. Die Gruppe hat Gelegenheit, den Peões bei der Rinderarbeit zuzuschauen und auch mitzuhelfen, soweit das die Gegebenheiten und die Fähigkeiten der Gäste zulassen. Zum Mittagessen ist man wieder zurück. Da es im Pantanal tagsüber zu jeder Jahreszeit sehr heiß ist, tut eine regelmäßige Siesta nach dem Essen not. Am Nachmittag dann geht es erneut hinaus, diesmal speziell, um die vielfältige Tierwelt zu beobachten. Wir werden auch versuchen, schwarze und braune Brüllaffenbanden ausfindig zu machen, die hier heimisch sind (eine komplette Tierliste kann auf Wunsch bei Buchung zugestellt werden). Bei Sonnenuntergang reitet man zurück zur Fazenda. Abendessen und Übernachtung. Insgesamt werden heute etwa 6-7 Stunden geritten.
Nandu oder Pampastrauss
Zwischendurch ein Kanter darf's auch mal sein
Peão Pantaneiro
Tierbeobachtungen zu Fuß
Tag 3
Wir empfehlen heute einen kleinen Morgenspaziergang, eine Fotosafari zu Fuß, in die nähere Umgebung der Ranch zu unternehmen. In unmittelbarer Nähe des Betriebes können eine Anzahl Tiere beobachtet und fotografiert werden, u.a. der Südamerikanische Strauß, hier Ema genannt, verschiedene Arten von Raubvögeln, das Neunbindengürteltier, die Gelbbrustaras, aber auch Ameisenbären uvm. Zurück im Gästehaus wird gefrühstückt. Inzwischen hat Fernando einen weiteren Ausritt mit den peões ins Gelände klar gemacht. Verstreute Rinder werden zusammengetrieben, kranke Tiere behandelt, Salz ausgebracht. Es gibt immer reichlich Arbeit. Der Tag wird flexibel gehandhabt, so dass die Gruppe sich auch lösen kann und in eine andere Richtung reitet, wo neue Erlebnisse warten. Auf dem Rückweg, schon in der Dämmerung, kann man die Schlafstellen von hunderten von Störchen und Reihern sehen. Die Bäume, leicht zu erkennen, denn sie sind weiß vom Kot der Vögel, sterben langsam ab. Zum letzten Nachtessen auf der Pouso Alto wird gerne ein Churrasco feinster Art auf dem offenen Feuer angerichtet, zu welchem sich normalerweise die gesamte Barros Familie, sofern alle Mitglieder auf der Ranch sind, einfindet. An diesem Abend machen viele Geschichten die Runde und die „open bar“ trägt ein Weiteres zu einem gemütlichen Ausklang des Aufenthaltes auf der Pouso Alto Ranch bei. Auch heute sind wir wieder 6 bis 7 Stunden im Sattel gewesen.
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Tag 4
Ein kräftiges Frühstück, noch vor Sonnenaufgang, ist wichtig, denn es liegt ein anspruchsvoller Reittag vor uns. Das Ziel ist die Nhecolândia Ranch, die in etwa 40 km Entfernung liegt. Mit mehreren kleinen Pausen wollen wir versuchen, am frühen Nachmittag bereits dort einzutreffen, wobei die Kondition der Reiter den Ausschlag gibt. Wir reiten, je nach Jahreszeit, durch teilweise überflutetes oder bereits trockenes Gelände. Ein kurzer Aufenthalt auf der Fazenda da Leda, ein Glas Wasser oder Kaffee, ein kleiner Schnack dort mit dem Vorarbeiter João und seiner Frau Zilda, um Energien aufzutanken und weiter geht es. Auf der Fazenda werden wir von den Gastgebern Doio und seiner Frau Rita begrüßt und in die Zimmer eingewiesen. Inzwischen ist mit dem Jeep auch das Gepäck angekommen und man kann sich entsprechend erfrischen und umziehen. Das Haupthaus hat eine charmante Atmosphäre. Das Essen ist vorzüglich. Alle Mahlzeiten werden am Tisch mit den Besitzern eingenommen. Nachmittags geht es dann mit den Reitern, denen der 40 km Ritt nicht genug war, mit neuen Pferden unter Führung von Rita zu einem Erkundungsritt in die nähere Umgebung der Ranch. Danach Abendessen und Übernachtung in den komfortabel ausgestatteten Zimmern. Heute wird mindestens 6-7 Stunden geritten.
Reiter mit Anglerglück
Ein Sumpfhirsch zum Anfassen
Camp Retiro São Luiz der Fazenda Primavera
Tag 5 und Tag 6
Heute und morgen sind verschiedene Aktivitäten vormittags und nachmittags vorgesehen, z.B. eine Fotosafari zu Pferde nach dem Frühstück und ein Ausflug mit dem Jeep am Nachmittag oder ein weiterer Ausritt in eine andere Richtung. Auf dem Gelände der Ranch können u.a. viele Wasservögel beobachtet werden, darunter verschiedene Reiherarten, die bis 2 m großen Jabirú Riesenstörche Mycteria americana, auch tuyuyu genannt, Rosa Löffler, die lustigen Rotstirn Blatthühnchen Jacana jacana, wegen ihres Federkleides auch cafézinho genannt, und auch all die großen Aras, darunter der Gelbbrust und der größte, der blaue Hyazinth-Ara. Riesentukane Ramphastos toco sind direkt vor und hinter dem Haupthaus leicht zu fotografieren. Desweiteren beobachtet man Halsbandpekaris, auch Nabelschweine genannt, den Großen Ameisenbär Myrmecophaga tridactyla, den Kleinen Ameisenbär, auch Südlicher Ameisenbär genannt, große Sumpfhirsche, Wasserschweine uvm. Auch bleibt noch Zeit zum Piranha-Fischen im nahegelegenen See. Die Tage sind mit 6-7 Reitstunden angesetzt.
Tag 7
Vor uns liegt ein langer Reittag, von etwa 7-8 Stunden Dauer. Deshalb geht es schon bei Sonnenaufgang los. Ihr Gepäck wird dabei wieder im Jeep transportiert. Das Ziel ist das Camp Retiro São Luiz der Fazenda Primavera. Der Ritt führt entlang der landschaftlich reizvollen Vazante do Castelo, ein fruchtbares und tierreiches Überschwemmungsgebiet und durch Savannen- und Waldlandschaften. Entlang der Vazante können wieder sehr viele Wasservögel beobachtet werden, die hierher zur reichhaltigen Nahrungsaufnahme kommen. Ankunft am Camp am späten Nachmittag bzw frühen Abend, wo wir mit einem kalten Bier und dem Abendessen bereits erwartet warden. Das Camp ist sehr gut ausgestattet. Es gibt überdachte Duschen und Toiletten. Der Hängematten Schlafraum ist mit Moskitogittern versehen und alles ist sehr sauber. Abends am Lagerfeuer werden Geschichten erzählt, die sich meistens um gefährliche Jaguare, eine Plage für die Rancher, Riesenanakondas und mutige Rinderhirten drehen.
Man bekommt auch den einen oder anderen Kaiman zu Gesicht
Auf Handbreite herangekommen: Capivara Babies kennen keine Scheu
Virginia Uhu
Mülleramazone (Amazona farinosa)
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Tag 8
Nach einem cirka zweistündigen Ritt erreichen wir das Recanto Barra Mansa, unserer letzten Station im Pantanal. Die Lodge liegt mitten in einer ursprünglich wilden Region am Fluss Rio Negro und bietet, außer Reiten, Aktivitäten, bei denen die Gruppe diese gänzlich andere Landschaft genießen kann. Die Tierwelt der Region kann am besten vom Fluss her, während einer Boots- oder Kanufahrt beobachtet werden. So ist es hier möglich, Riesenotter, Kaimane, Wasserschweine und mit entsprechend Glück sogar den seltenen Jaguar zu sichten. Daneben kann man fischen, im Rio Negro baden und seine weißen Sandstrände genießen. Ausritte in die Umgebung der Lodge mit ihren Wäldern, freien Flächen, Flüssen und Seen und ihrer artenreichen Fauna schließen sowohl lange Galopps und Kanter auf Sandwegen ein.
Tag 9
Ein weiterer Tag in der Barra Mansa Lodge.
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Tag 10
Je nach Abflugszeit der Gruppe besteht eventuell noch die Möglichkeit für einen letzten zwei- bis dreistündigen Ritt nach dem Frühstück und für ein Mittagessen zum Abschied. Mit dem Privatflieger geht es dann entweder nach Aquidauana (30 Minuten) und von dort mit dem Wagen weiter nach Campo Grande (1 Stunde und 45 Minuten) oder direkt von der Lodge nach Campo Grande (1 Stunde). Dort Transfer zum nationalen Flughafen.
Es ist ausreichend Zeit für Aktivitäten wie Tierbeobachtung und -fotografie, Schwimmen in den Seen und Flüssen, Fischen etc. vorhanden. Die Trails führen durch weites Buschland. Gelegentlich müssen Flüsse zu Pferd überquert werden.
Die Fazenda bietet ausgezeichnete lokale Speisen, wie exotisch-herzhafte Fleisch-und Fischgerichte, selbstgebackenes Brot, Süßigkeiten und Gebäck, tropische Früchte, frisches Gemüse, hausgemachten Käse, Kompotte etc. Während des Trails werden außerdem frischer Piranha, Kaiman, Spanferkel und Rindfleischspezialitäten und viele weitere landestypische Köstlichkeiten serviert.
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Mai bis September, insbesondere der Juni und Juli, sind die beste Monate für einen Besuch des Pantanals. Auf der südlichen Hemisphäre ist dann Winter und die Temperaturen sind angenehmer. Auch das Wildleben ist zu dieser Zeit am leichtesten zu beobachten, da sich die Tiere um die seltengewordenen Wasserstellen sammeln. Außerdem ist Brutzeit der meisten Vögel und Papageien.
Futteraufnahme unter Wasser, kein Problem für echte Pantaneiro Pferde
Herrlicher Ritt bei Sonnenuntergang
Die Ranch besitzt eine der besten Pantaneiro-Pferdezuchten. Geritten wird auf ausgesuchten Tieren, die sich durch die tägliche Arbeit mit den Rindern bewährt haben, ruhig und doch vorwärtsgehend sind, da bei leicht zu führen.
Südamerikanische / brasilianische Sättel mit komfortabler Lammfellbeschichtung. Zäumung auf Kandare. Die Reitart ist dem nordamerikanischen Westernreitstil ähnlich.
alle
Anfänger bis Fortgeschrittene