Pantanal Wildlife Trail São Joaquim Adventure Trail

São Joaquim Adventure Trail

Programm / Ablauf

Das Santa Barbara Tal Das Santa Barbara Tal Die Rodeos in Urubuci gehören zu den besten in Santa Catarin Die Rodeos in Urubuci gehören zu den besten in Santa Catarin Blumenpracht im Hochwald Blumenpracht im Hochwald

Erster Tag
Florianopolis – Urubiçi – Jararaca/Fazenda Santa Barbara

 

Sie werden vom Flughafen in Florianópolis, der Hauptstadt des Bundesstaates Santa Catarina, abgeholt und fahren nach Urubiçi, (circa 3 Std), dem Ausgangspunkt für Besuche in das Hochland mit dem Nationalpark São Joaquim. Unser Transfer ist normalerweise auf die Zeit zwischen 10:00 und 12:00 Uhr vormittags festgelegt.


Während Florianópolis auf einer Insel liegt, befindet sich Urubiçi auf dem Hochplateau, dem Planalto Serrano. Die Kleinstadt Urubiçi sowie die gesamte Umgebung ist von familiärer Landwirtschaft und Viehzucht geprägt. Rinderhaltung, Obst- und Gemüseanbau, Forellenzucht, Matetee und Honigproduktion, die u.a. nach Deutschland exportiert wird, sind die wichtigsten landwirtschaftlichen Aktivitäten. Die Region ist ausserdem einer der größten Äpfelproduzenten Brasiliens, mit hohem Exportanteil. Da es keinerlei Industrien gibt ist die gesamte Region frei von Umweltverschmutzung.


Von November bis Mai finden hier nahezu jedes Wochenende regionale, nationale und internationale Rodeos und Lasso-Wettbewerbe statt, die von den Gaucho Kulturverbänden ausgerichtet werden. Auf diesen bunten Veranstaltungen können die Besucher herrliche Pferde, und tolle Reitkünste bewundern. Zu diesem Anlass tragen die Menschen traditionelle Kleidung und labt sich an typischen Gerichten und Getränken. Dazu gibt es reichlich gute Volksmusik, denn immerhin befinden wir uns ja in Brasilien wo Musik ein fester Bestandteil des Lebens ist. Abends ist immer Schwof im Festsaal. Kurz gesagt: Urubiçi ist das ländliche Brasilien von seiner besten Seite!


In Urubiçi angelangt besuchen unsere Kunden normalerweise ein Geschäft das landwirtschaftliche Produkte und alles ums Reiten führt. Vor allem sehr schönes, handwerklich hergestelltes Leder zu fairen Preisen. Aber auch wasserdichte Lederstiefel mit Gummisohle, die wir sehr empfehlen, Gaucho Ponchos und Hüte, Reitgerten und Lassos aus Rohleder, Zaumzeug uvm. Je nach Ankunftstag und – Zeit besteht die Möglichkeit zum nahegelegenen Gaucho Kulturzentrum rüber zu fahren und ein Rodeo zu besuchen. Danach fahren wir weiter zur unserer Trailbasis der Fazenda Santa Barbara, die wir nach cirka 40 Minuten, teilweise auf ruppiger Erdstraße, erreichen. Die Region, in welcher sich die Fazenda befindet heißt im Volksmund Jararaca. Die Bothrops jararaca ist eine giftige Art der Lanzenotter, eine Schlange die früher in der Gegend sehr verbreitet war. Die aufkommende Rinderzucht allerdings hat die Art doch stark dezimiert. Bei Ankunft werden wir von unseren Gastgebern, Rosie und Elvio der auch unser Reitführer ist, nach Art des Hauses freundschaftlich begrüßt und in die Zimmer, entweder im Haupthaus oder im 5 Gehminuten entferntem Gästehaus, eingewiesen. Je nach Ankunft setzen wir uns entweder an einen üppig gedeckten Kaffetisch, oder nehmen gleich das Abendessen ein. Sicherlich müde von der langen Anreise und im Hinblick auf einen bevorstehenden langen Reittag, empfiehlt es sich etwas früher schlafen zu gehen.


Besuch bei der Apfelernte Besuch bei der Apfelernte An Wasser fehlt es nicht im São Joaquim Nationalpark An Wasser fehlt es nicht im São Joaquim Nationalpark Abritt in der Morgensonne: ein herrlicher Reittag liegt vor uns Abritt in der Morgensonne: ein herrlicher Reittag liegt vor uns Der Wasserfall Cascata do Funil Der Wasserfall Cascata do Funil
Das Bergdorf Urubici im Tal des Rio Canoas Das Bergdorf Urubici im Tal des Rio Canoas

 

Zweiter Tag
Santa Barbara Farm – Morro da Taipinha – Santa Barbara Farm

 

Sie stehen früh auf, denn ein langer Tag und ein faszinierendes Reiterlebnis erwartet Sie. Dieses beginnt zunächst mit einem Frühstück welches Mittagessen und Abendessen zugleich sein könnte. Dazu gehört auch der Camargo-Kaffee, mit frischer, direkt in Ihre Tasse gemolkener Kuhmilch. Nach diesem leckeren, schäumenden Kaffeegenuss werden Sie den Capuccino bei Ihrem Italiener zukünftig verschmähen. Inzwischen sind auch die Pferde gesattelt und der São Joaquim Adventure Trail beginnt. Auf unserem Weg zum Morro da Taipinha Berg kommen wir zunächst an Gehöften vorbei die verstreut in der weiten Landschaft liegen. Wir machen hier und dort einen kurzen Stop, photographieren, treffen eventuell auf Freunde und für ein Schwätzchen ist allemal Zeit.


Die Landschaft ist abwechslungsreich. Dichter Urwald, steile Bergpfade und sumpfiges Gelände, sind jedoch kein Problem für unsere toughen Crioulos. Unterwegs kann man gelegentlich den trompetenählichen Ruf der Siriema-Vögel (Cariama cristata) hören. Ihre bevorzugte Beute sind Schlangen. Durch ihr Federkleid farblich perfekt getarnt, sind sie schwer zu beobachten. Der Cayennekiebitz (Vanellus chilensis) , hier quero-quero genannt, dagegen ist ein allgegenwertiger Schreihals der uns mit viel Gekreisch von seinem Nest fernhalten will. Auch können andere typische südbrasilianische Vogelarten beobachtet werden, wie beispielsweise der nützliche Azurblaurabe (gralha azul/Cyanocorax caeru), ein weiterer Krakehler, welcher massgeblich dazu beigetragen hat die Bestände der artengechützten Paraná Kiefer (Araucaria angustifolha), vor der Ausrottung zu bewahren. Die ebenfalls artengeschützte Prachtamazone (papagaio charão/Amazona pretrei) ist allerdings selterner zu sehen.


Am späten Nachmittag sind wir zurück auf der Fazenda Santa Barbara. Bis zum Abendessen ist Freizeit, zum Relaxen, spazieren gehen, mit den Haustieren Hunde, Katzen, Schweine, Hühner, Schafe, spielen usw.


Für das Abendessen halten wir eine Spezialität aus Südbrasilien bereit, ein Grillgericht mit Bergen von Fleisch, Gemüse und Araukarienkastanien. Danach sitzen wir noch etwas zusammen, tauschen Gedanken aus und lernen uns besser kennen. Übernachtung.


Das Reitpensum heute liegt bei 6 - 6½ Stunden;

 

Verdienter Feierabend nach einem harten Arbeitstag Verdienter Feierabend nach einem harten Arbeitstag

 

Unterwegs in der herrlichen Berglandschaft von Santa Barbara Unterwegs in der herrlichen Berglandschaft von Santa Barbara

 

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Dritter Tag
Santa Barbara Farm – São Joaquim National Park – Vacas Gordas

 

Nach einem soliden Bauernfrühstück besteigen wir die Pferde die uns während eines langen Reittages in den São Joaquim Nationalpark bringen. Wir kommen vorbei an einer kleinen Siedlung, die da heisst Vacas Gordas, was bezeichnenderweise Fette Kühe bedeutet. Wir machen eine kurze Pause bei unseren Gastgebern für die nächsten 2 Nächte. Nach einem Plausch und einem Kaffee geht es bergaufwärts in Richtung Nationalpark wo wir am späten Nachmittag ankommen werden. Unterwegs verpflegen wir uns aus der Satteltasche und rasten neben einem kleinen Bach, wo wir unser Picknik zu uns nehmen. Weiter reiten wir durch sehr abwechslungsreichen Landschaft. An jeder Biegung ein anderes Panorama. Es geht bergauf und bergab. Unsere Pferde werden gefordert. Gelegentlich könnte man auf Waldarbeiter treffen, welche Herba-Mate-Blätter aus hiesigen Beständen ernten. Aus den Blättern wird der Mate Tee Ilex paraguaiensis gewonnen. Der Mate Tee wurde von den Guaraní-Indios in Paraguay vor vielen hundert Jahren entdeckt und angebaut. Interessanterweise kommt er hier in der Region endemisch vor. Der Sage nach sollen Jesuiten die nach Auflösung des Ordens (1773) aus den Missionen zwischen Paraguay/Argentinien/ Brasilien fliehen mussten, sich in der Gegend niedergelassen und Ilex angebaut haben.


Die subtropischen Hochwiesen bieten nicht nur ein grossartiges Landschaftsbild mit herrlichen Ausblicken. Die Plateaus und Bergrücken laden ausserdem zu schönen und ausgedehnten Kantern ein. Nach erreichen des Etappenzieles kümmern wir uns um die Pferde die heute eine Superleistung hingelegt haben. Auch die Reiter haben einen guten Job abgeliefert und begeben sich nun per 4x4, auf abenteuerlichen Bergstrassen in unser Gästehaus nach Vacas Gordas. Leider ist unser Berghütte vor kurzem abgebrannt so, dass wir nicht mehr innerhalb des Nationalparks übernachten können. Im Gästehaus wird uns bei Ankunft der brasilianische Nationalgetränk Caipirinha nach Art der Gauchos serviert. Danach tut eine heisse Dusche gut. Das üppige Abendessen und vielleicht ein weiterer Caipirinha werden ihre Wirkung nicht verfehlen. Ein langer Reittag mit über 7 Stunden im Sattel hat ebenfalls müde gemacht. Übernachtung.

 

 

Ein schöner Wintertag in den Cayambora Bergen Ein schöner Wintertag in den Cayambora Bergen Die Cayambora Canyons Die Cayambora Canyons
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Vierter Tag
Vacas Gordas – São Joaquim Nationalpark – Cayambora Canyons - Vacas Gordas

 

Wir werden früh geweckt. Nach einem Frühstück dass eigentlich das Mittagessen mit einschliesst, bringt uns das Auto wieder zurück in die höheren Lagen, wo wir unsere ausgeruhten Pferde satteln und in Richtung Cayambora Canyons reiten. Es geht zunächst über die Chapada da Macela, ein Hochplateau, benannnt nach dem Heilkraut der Macelablüte Achycrocline saturoides, das als therapeutischer Tee verabreicht wird und sowohl als Beruhigungsmittel wie auch bei Gastritis und Beschwerden des Magen-Darmtraktes angewendet wird. Es ist ein sicherer Erfahrungswert, dass unsere Gäste dieses Getränk während Ihres Aufenthaltes nicht benötigen. Auch für das Auge bietet die Pflanze ein schönes Bild, besonders wenn sich in den Herbstmonaten also März, April, Mai, ein gelber Blütenteppich über die grünen Bergwiesen legt.


Weiter geht es, vorbei an der Fazenda do Baú, einem jahrhundert alten Besitz, direkt auf den steilen Gipfel des Morro do Gado Quebra, was, frei übersetzt soviel wie "Berg auf dem das Vieh abstürzt" heißt. Von hier oben kann man unten im Tal die Fazenda Salgado, die ehemalig Farm unseres Reitführers Zorro Elvio sehen. Wir kommen nun durch traumhaft schönes, subtropisches Hochland und reiten an steilen Abgründen vorbei in Richtung der Cayambora Canyons, von wo man an klaren Tagen einen atemberaubenden Ausblick, bis hinunter zur Küste Santa Catarinas hat.


An geeigneter Stelle, entweder direkt am Rand des Canyons oder an einem kristallklaren Gebirgsbach, der sich einige Kilometer talwärts zum Rio Pelotas mausert, wird das Mittagessen von den Guides zubereitet. Es gibt Churrasco, brasilianische Grillspieße vom offenen Feuer. Der Kaffee wird wieder in der Polaca zubereitet, einer "high tech" Cafeteria die jeden Besucher in Staunen versetzt. Danach laden die schattigen Araukarien zu einem Nickerchen ein.


Auf dem Rückweg nehmen wir einen anderen Trail der uns über die höchsten Erhebungen der Region führt. Nachdem die Pferde abgesattelt, versorgt und auf die Weide entlassen wurden fahren wir mit Auto wieder nach Vacas Gordas. Nach dem wir uns erfrischt haben und das Feuer im Kamin knistert, wird zu Abend gegessen. (Reitzeit: 6-7 Stunden).


Mittags gibt's Selbstgeschlachtetes vom improvisierten Grill Mittags gibt's Selbstgeschlachtetes vom improvisierten Grill Magischer Ritt durch Nebelwald Magischer Ritt durch Nebelwald Durchquerung des Rio Pelotas Durchquerung des Rio Pelotas
Rast an einem alten Bergfriedhof im Hochland Rast an einem alten Bergfriedhof im Hochland

 

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Fünfter Tag
Vacas Gordas – São Joaquim Nationalpark – Santa Barbara Farm

 

Auch heute werden wir wieder eine abwechslungsreiche Landschaft erleben, denn wir reiten in einem grossen Bogen zurück zur Fazenda Santa Barbara. Dabei muss sich die Gruppe durch dichten Urwald, bestehend aus Dicksonia Riesenfarnen und Bracatinga Wald schlagen. Auf den weiten Flächen der Hochweiden dagegen können herrliche Kanter eingelegt werden. An einem verlassenen Bergfriedhof machen wir eine kurze Rast. Es gibt Geschichten für den Abend am Kamin, wonach die Menschen, in der damaligen Zeit, in dieser Umgebung oft auf tragische Weise zu Tode kamen. Auf dem Morro Careca, oder Kahler Hügel, der auf 1700m Höhe kommt, geniesst man einen unglaublichen 360º Weitblick. Ein Besuch beim Nachbar ist auch vorgesehen. Ein Pläuschen und eine Tasse Kaffee sind immer willkommen, wobei gerne mal und immer wieder das Thema Berglöwe (Puma) hochkommt, der in dieser Fels- und Waldlandschaft sein zu Hause hat. Dabei tauschen sich die Farmer regelmässig über geschlagene Kälber und Schweine aus.


Am frühen Abend kommen wir auf der Santa Barbara an. Vor dem Abendessen ist Zeit für einen Chimarrão der gleichzeitig entspannt und Geist und Körper wieder aufrichtet. Ein großartiger Reittag, mit einem Pensum von etwa 7-8 Std liegt hinter uns. Wer noch Reserven hat hockt gemütlich beisammen und reflektiert mit den anderen über das bisher Erlebte.

 

Natürliche Expresso Maschine: Camargo heißt unser Capucchino Natürliche Expresso Maschine: Camargo heißt unser Capucchino Conta Dinheiro Farm: Früher Abritt bei herrlichem Sonnenschein Conta Dinheiro Farm: Früher Abritt bei herrlichem Sonnenschein
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Sechster Tag
Santa Barbara Farm – Cadet/Fazenda da Mena

 

Heutiges Ziel ist die Mena Farm, in einer Region die Cadet genannt wird. Es liegt wieder ein relativ langer Reittag vor uns, den wir mit frischen Pferden angehen. Im Unterschied zu den vergangenen Tagen ist die Landschaft nunmehr sanft hügelig und erlaubt daher immer wieder schöne Kanter. Unterwegs beobachten wir landwirtschaftliche Aktivitaten wie Obst-Wein und Kartoffelanbau und natürlich auch Rinderzucht.


Wir kommen vorbei an den Stromschnellen und Wasserfall des Rio Lavatudo, der später mit dem Rio Pelotas zusammenfließt und den Rio Uruguay bildet. Die Vegetation bietet auch hier eine Anzahl von Nutz- und Heilpflanzen, wildwachsende Früchte, leckere Brombeeren, Himbeeren und Guaven. Der Geschmack dieser Wildfrüchte ist einfach einmalig. Das darf man sich nicht entgehen lassen. Deshalb werden die Rösser immer mal wieder kurz am Zügel gehalten. Der Großzügigkeit der Natur sind die Bracatinga Bäume (Mimosa scabrella) zu verdanken, deren Blüten in einer bestimmten Jahreszeit eine Flüssigkeit aussondern die von Bienen aufgenommen wird. Der so produzierte Honig hat eine besonders feine Geschmacksnote.


Nachmittags erreichen wir den Rio Uruguay den wir, sichere Wasserverhältnisse vorausgesetzt, durchfurten. Es ist nunmehr nicht mehr weit zum Ziel. Die Fazenda da Mena erreichen wir am späten Nachmittag. Sie gehört ebenfalls,wie könnte es auch anders sein, zum Besitz der Großfamilie um Elvio und Rosie. Das schöne, alte, Bauernhaus, in welchem Rosie geboren wurde, ist eine der ersten Fazendas die vor über 100 Jahren in der Region entstanden sind. Inzwischen ist auch Rosi mit dem Supportwagen, Gepäck, Verpflegung etc. hier angelangt und der Willkommens Drink wartet auf die müden Reiter. Ein leckeres Abendessen rundet diesen siebenstündigen Reittag gelungen ab. Wer Spass dran hat und noch entsprechend fit ist, kann mit uns auf eine nächtliche Angeltour gehen. Ein Reittag mit circa 6 Stunden im Sattel geht zu Ende.

 

 

Stromstellen des Rio Lavatudo Stromstellen des Rio Lavatudo

Siebter Tag
Cadet/Fazenda da Mena – Santa Barbara Farm

 

Nach dem Frühstück helfen wir Rosie unser mitgeführtes Gepäck zu verladen. Unsere Pferde haben sich die Nacht über auf der saftigen Weide, die das Haus umgibt, ausgiebigst bedient und sind für neue Taten bereit. Wie bei uns üblich, ist der Rückweg ein anderer als der Hinweg. Lediglich die ersten 2 km werden wir auf dem gleichen Trail reiten, auch wieder mit der abenteuerlichen Flussdurchquerung. Unterwegs besichtigen wir die Lavatudo Wasserfälle.


An einer Wildbach richten wir unsere Feldküche ein und grillen fast schon obligatorisches Churrasco. Zum Nickerchen murmeln die Stromschnellen, was Körper und Seele gut tut. Das Gelände ist geeignet für wechselnde Gangarten, so dass wir die Farm unseres Reitführers Zorro Elvio, die Fazenda Santa Barbara am frühen Nachmittag wieder erreichen dürften. Hier wird zuerst einmal abgesattelt, die Pferde gestriegelt, versorgt und mit großem Dank auf die Weide entlassen. Inzwischen hat Rosie den Cafétisch gedeckt. Es gibt, unter anderem, hausgemachten Streuselkuchen, hier, Cuca genannt, krosse Käseküchlein und einheimischen Bienenhonig. Da unser Gepäck inzwischen angekommen ist, können wir duschen, Kleider wechseln und uns bis zum Abendessen in der näheren Umgebung die Beine vertreten. Insgesamt werden wir heute cirka 25km zurücklegen und dabei zirka 6 Stunden im Sattel zubringen.


Nicht geplant: Freundliches Zusammentreffen während des Trails Nicht geplant: Freundliches Zusammentreffen während des Trails

Aufpassen: Abstieg auf nassem Felsgestein ist eine schlüpfrige Angelegenheit Aufpassen: Abstieg auf nassem Felsgestein ist eine schlüpfrige Angelegenheit Nach dem Ausritt: Ein Caipirinha zum Relaxen Nach dem Ausritt: Ein Caipirinha zum Relaxen

 

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Achter Tag
Santa Barbara Farm – Monte Cará – Santa Barbara Farm

 

Heute soll es auf den Berg Monte Cará gehen, der mit gut über 1700m/NN, eine der größten Erhebungen der Region ist. Ein anstrenger aber traumhafter schöner Ritt. Bevor wir aber auf dem Gipfel ankommen, geht es durch Gestrüpp, Unterholz und dichten Urwald in dem man kaum seinen Vordermann sieht. Oft ist das Weiterkommen nur mit Hilfe der Machete möglich. Nicht selten liegt ein Baum quer über dem Einzig möglichen trail. Der muss dann irgendwie beiseite geschaft werden. Immer wieder auch müssen Sumpfflächen umritten werden. Einmal geht es auch mitten durch. Hier merkt man wieder, wie außerordentlich wichtig ein erfahrener, einheimischer Führer ist. Auf dem Gipfel angekommen werden wir mit einem großartigen 360º Rundblick belohnt. Der ideale Platz für eine Siesta. Auch die Pferde dürfen jetzt eine größere Pause einlegen. Hier oben entspringt aus dem nackten Gestein ein Quell mit bestem Mineralwasser das Perrier oder gar Apollinaris gerne hätten. Wir laben uns direkt aus der Quelle. Auch der frisch gebraute Café aus der Polaca, schmeckt mit diesem Wässerchen nochmal so gut. Nach cirka 6-stündigem Ritt, sind wir am späten Nachmittag zurück in unserer Basis, Santa Barbara. Das übliche Prozedere folgt: Pferde versorgen, duschen, eine Caipirinha zum Relaxen. Nach dem Abendessen setzen wir uns zu einem Plausch auf der Veranda oder am Kamin zusammen. Gute Nacht. Dies war ein Tag mit 6 Reitstunden.

 

 

Monte Alegre Berg: Großartige Berglandschaft mit herrlicher Weitsicht Monte Alegre Berg: Großartige Berglandschaft mit herrlicher WeitsichtSonnenunergang über der Conta Dinheiro Farm Sonnenunergang über der Conta Dinheiro Farm
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Neunter Tag
Santa Barbara Farm – Monte Alegre – Santa Barbara Farm

 

Unser letzter ganztägiger Reittag beginnt, wie üblich, mit einem reichhaltigen Frühstück. Heute wollen wir es nochmal richtig packen. Es soll auf den zweithöchsten Berg in der Großregion Urubici gehen, nämlich auf den Monte Alegre, mit seinen gemessenen 1768m/NN. Es wird ein längerer Ritt, der Reiter und vor allem auch die Pferde fordert, die offensichtlich zu Bergziegen mutieren. Es gibt keine Wege, keine trails, alles ist überwuchert und man könnte schnell die Orientierung verlieren, wenn wir nicht Zorro Elvio dabei hätten. Von der Bergkuppe aus hat man einen grossartigen Weitblick und sieht auf die weite Landschaft hinunter mit Ländereien soweit der Blick reicht und die vor cirka 150 Jahren zum größten Teil Elvios Urgroßvater gehörten. Nach einer ausgedehnten Fotopause reiten wir zurück zur Fazenda wo ein Abschiedsessen auf uns wartet, für welches sich Rosie besonders ins Zeug gelegt hat. An diesem Abend kommen alle nochmal auf der Veranda zusammen um die schöne Zeit, die hinter uns liegt, Revue passieren zu lassen. Normalerweise kommt am letzten Abend auch unser Freund Zé da Gaita hinzu und sorgt mit traditioneller Musik der Hochland-Gauchos für einen stimmungsvollen Abschied. Seine Rhythmen klingen so exotisch wie sie geschrieben werden: chama-me, venerão, xote, milonga, chimarrita. Dabei werden Freundschaften geschlossen, Adressen ausgetauscht. Heutiges Pensum: 6½ Stunden im Sattel.

 

 

Prähistorische Steingravuren Prähistorische Steingravuren

Zehnter Tag
Santa Barbara Farm – Urubiçi - Florianopolis

 

Nach dem Frühstück und letztem Camargo, heist es Kofferpacken und sich für die Abfahrt zum Flughafen nach Florianópolis fertig machen. Da wir wieder durch Urubiçi fahren müssen haben wir Gelegenheit die prähistorischen Steingravuren zu besichtigen, die bis heute nicht schlüssig von der Wissenschaft erklärt sind. Wer hat noch nicht und will nochmal das Ledergeschäft besuchen, für Andenken oder Ähnliches, hat jetzt noch eine letzte Chance. Eventuell kann der Vormittag noch zu einem frühen Ausritt in die nähere Umgebung genutzt werden. Wir empfehlen deshalb unseren Gästen einen Flug ab Florianópolis am späten Nachmittag zu buchen.


Dies ist das Ende unseres São Joaquim Adventure Trail.



Anmerkungen

 

Ablauf

 

Der vorliegende Tagesablauf ist freibleibend und abhängig von Wetterbedingungen, behördlichen Vorgaben oder Einschränkungen, Sicherheitsvorschriften-und Erwägungen. Der Reitführer entscheidet allein über Einhaltung oder Änderung des Ablaufes. Riding Brazil Horseback Adventures oder seine Representanten können in keinster Weise verantwortlich gemacht werden, sollte eines der genannten Risiken eine Änderung des Ablaufes zeitlich und inhaltlich erforderlich machen. Riding Brazil Horseback Adventures wird sich in jedem Fall um den Umständen entsprechende bestmögliche Alternativen bemühen.


Unterbringung

 

Unsere Gäste werden in Doppel- oder Einzelzimmern ohne Aufschlag untergebracht, soweit diese zur Verfügung stehen. Die Zimmer haben keine Klimaanlage die sich in dieser Bergregion erübrigt. Die Badezimmer haben Heiss- und Kaltwasserduschen und sind gemeinsam zu benutzen. Es handelt sich um rustikale Unterkünft die jedoch sauber und komfortable sind.


Verpflegung

 

Die Verpflegung besteht aus einer enormen Palette von meistens selbstgezogenen oder angebauten Produkten und reicht von bestem brasilianischen Rind- Lamm-Schweine-und Hühnerfleisch aus Naturhaltung, Wurstwaren, Käse, Butter und Milchprodukte aus eigener Herstellung, Reis, Bohnen, Maniok, Teigwaren, Gemüse und Früchte der Saison aus dem Garten, selbstgebackenes Brot und Gebäck, selbsthergestellte Marmelade und eingetauschen Honig vom Nachbarn. Während des Trails wird die Verpflegung in den Satteltaschen mitgeführt und besteht generell aus Rind-Lamm-und Schweinefleisch das im Freien auf offenem Feuer gegrillt wird, aber auch Würste und Käse, belegte Brote, Zwieback und Kekse, Orangen, Äpfel, Kaffee, Tee, Milch. Auf Wunsch kann vegetarisch gekocht werden.


 

Nicht nur Criollos, auch Quarter-Horses sind beliebt Nicht nur Criollos, auch Quarter-Horses sind beliebt

Pferde

 

Die Pferde sind reinrassige Crioulo, Crioulo / Quarter-Horse oder Crioulo / Manga-Larga Einkreuzungen und in der Region heimisch, d.h. sie sind kräftig, ausdauernd, absolut zuverlässig, schrittsicher und haben sich im Gebirge, wo sie zuhause sind, bewährt. Landestypische Sättel mit 3 Schafsfellen als Sitzunterlage garantieren Komfort. Geritten wird nach westernart und mit regional übliches Zaumzeug (Kandare).


Gangart

 

Unter Berücksichtigung der reiterlichen Fähigkeiten der Teilnehmer werden alle Gangarten geritten. Bei langen, anstrengenden Ritten in schwierigem Gelände Schritt und Trott. Kanter und Galoppaden in offenem und sicherem Gelände.


Schwierigkeitsgrad

 

Mittelschwer. Sattelfestigkeit und Ausdauer erwünscht.


Verlängerungen

 


Sagen Sie uns einfach wonach Ihnen der Sinn steht. Als erfahrene Landeskenner beraten wir Sie professionell.

 

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